Jewelry Love: 5 nachhaltige Schmuckdesignerinnen, die ihr kennen solltet

Dass sich Nachhaltigkeit auf die kleinsten Bereiche unseres Alltags anwenden lässt, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Und doch stößt man immer wieder auf Teile des eigenen Lebens, über die man sich in punkto Nachhaltigkeit zuvor niemals Gedanken gemacht hat, wie die liebsten Diamantenohrringe, das zarte Goldkettchen oder der Silberring. Schmuckstücke werden meist unter nicht nachhaltigen Bedingungen hergestellt. Doch was genau bedeutet das? 

Zum Abbau von Edelmetall werden giftige Chemikalien eingesetzt, Gold wird beispielsweise mit Quecksilber ausgewaschen. Die Giftstoffe setzten jedoch nicht nur der Umwelt zu, auch die ArbeiterInnen sind dadurch einem Gesundheitsrisiko ausgesetzt. Und das meist auch noch für einen unterdurchschnittlichen Lohn. Auch Kinderarbeit ist im Bereich der Rohstoffgewinnung für unsere glitzernden Schmuckstücke keine Seltenheit. Zudem sind die Abbaugebiete heftig umkämpft, Sicherheit für die ArbeiterInnen kann keiner gewährleisten.

An dieser Stelle kommen SchmuckdesignerInnen ins Spiel, die sich nicht auf Kosten der Natur und der Minenarbeiter in den Krisengebieten bereichern wollen. Nachhaltiger Schmuck wird mit umweltverträglichen Stoffen unter fairen Bedingungen hergestellt. Es wird zertifiziertes Fairtrade-Gold, regionales oder recyceltes Edelmetall verwendet und die Materialien kommen aus konfliktfreien Gebieten.

Mit welchen Schmuckstücke ihr euch an eurem großen Tag also guten Gewissens schmücken könnt? Hier kommen unsere liebsten nachhaltigen Designerinnen:

Lilian von Trapp (https://www.instagram.com/lilianvontrapp/, https://www.lilianvontrapp.com/

Seit 2016 besticht Lilian von Trapp mit einer klaren Formensprache und lässt zeitlose Schmuckstücke entstehen. Dafür verwendet die Berlinerin ausschließlich Vintage Diamanten und recyceltes Gold. Zusammen mit der Organisation Earthbeat Foundation setzt sie sich außerdem für mehr Nachhaltigkeit in den Abbaugebieten der Dritten Welt und spendet zwei Prozent ihres Umsatzes für die Bekämpfung herkömmlicher Gold- und Diamantengewinnung. 

Ana Khouri (https://www.instagram.com/anakhouri/, https://www.anakhouri.com/)

„My goal is to spin these precious materials into something that is much more than an extravagant accessory.“ – Ana Khouri 

Das New Yorker Label setzt auf skulpturierte Schmuckstücke aus Fairtrade-Gold und Platin. Die Edelmetalle werden oft von nachhaltig abgebauten Edelsteinen komplettiert. Dass Ana Khouris Schmuckstücke wie Kunstwerke anmuten, ist nicht verwunderlich, schließlich studierte die gebürtige Brasilianerin zunächst Kunst mit Schwerpunkt auf Skulpturen, bis sie 2013 ihr Schmucklabel gründete.

L’atelier Nawbar (https://www.instagram.com/lateliernawbar/, https://www.lateliernawbar.com/en)

Wer es ein bisschen farbenfroher mit einem Hauch Boho mag, ist bei L’atelier Nawbar goldrichtig. Das libanesische Label wurde 2011 ins Leben gerufen, die Familiengeschichte der Designerinnen Dima und Tania Nawbar geht aber bis ins Jahr 1881 zurück, als ihr Urgroßvater ein Juwelierunternehmen gründete. Die Schwestern modernisierten 2011 nicht nur den Namen des Unternehmens, sondern auch die Frauenquote und lernten sozial vertriebene und benachteiligte Frauen an, die bis heute die Schmuckstücke von Hand fertigen.

Vieri (https://www.instagram.com/vierifinejewellery/, https://vieri.com/)

Umdenken in der neuen Generation? Bei Vieri traf die damals 21-Jährige Guya Merkle die Entscheidung das Familienunternehmen, das ihr Großvater Ende der 30er Jahre gründete, weiterzuführen – allerdings mit einem besonderen Fokus auf Nachhaltigkeit. Unter dem Motto „Respect the Beautiful“ produziert Vieri seit 2013 zarte und verspielte Schmuckstücke aus ethisch korrekt gefördertem oder recycelten Gold und Silber. Merkle gründete im Jahr 2013 zudem die Earthbeat Foundation, um ihre Vision von einem fairen Goldkreislauf zu realisieren.

Golpira (https://www.instagram.com/golpira_official/, https://golpira.de/)

Schon als Kind bekam Gisa Golpira eine Kette mit einem Gold Nugget Anhänger von ihrer Mutter, einer Goldgräbern in Peru, geschenkt. Heute verkauft sie mit ihrem Label genau solche Schmuckstücke: Die Gold Nuggets werden gelassen, wie die Goldgräber sie gefunden haben. Dadurch ist jedes Schmuckstück ein Unikat. Die Nuggets kommen aus Minen aus Papua-Neuguinea, Australien und Südamerika, die den sozialen und ökologischen Standards des Labels entsprechen. 80 Prozent des Goldes für die Fertigung der Schmuckstücke ist recyceltes Feingold, bei den restlichen 20 Prozent handelt es sich um zertifiziertes ökologisches Gold aus Finnland.

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